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Oper Schloss Laubach startet in die neue Saison /

Aus aller Herren Länder trafen die Bewerbungen ein – sage und schreibe 160 Interessenten meldeten sich auf eine Ausschreibung des Vereins »Oper Schloss Laubach« für die Neuauflage der weithin bekannten »Opernwerkstatt« im Sommer 2012.

Nach einer Pause im Vorjahr ist nun ein vielversprechendes Programm ausgearbeitet worden. Höhepunkte sind die öffentlichen Aufführungen von Mozarts »Entführung aus dem Serail« am 26. und 29. Juli in der Klosterruine Arnsburg und ein Open-Air-Konzert »Classic meets Pop« am 9. September im Privatgarten von Schloss Laubach.

Das musikalische Rückgrat bilden dabei keine Geringeren als die Frankfurter Sinfoniker unter der Leitung von Chefdirigent Stefan Ottersbach, der auch Universitätsmusikdirektor in Gießen ist. Mit dem in Pohlheim ansässigen Dirigenten Stefan Ottersbach haben Karl-Georg Graf zu Solms-Laubach (Gesamtleitung) und die im gemeinnützigen Verein organisierten Opernfreunde geballte Kompetenz an ihrer Seite. »Oper Schloss Laubach« startet bereits heute in zwei Wochen in die neue Saison.

60 Bewerber kommen zum Casting

Die Förderung der Kultur und vor allem junger Talente hat Priorität für die Laubacher Opernfreunde – diesem Anliegen haben sie sich seit 2001 verschrieben. Mit kompletten Inszenierungen, Liederabenden und Veranstaltungen aus dem so genannten Crossover-Bereich soll zum einen für die Künstler eine Bühne geschaffen und gleichzeitig vielen Menschen aller Altersgruppen ein besonderer Zugang zur klassischen Musik ermöglicht werden. Speziell an die Adresse hochbegabter junger Sängerinnen und Sänger richtete sich die aktuelle Ausschreibung zur neuen »Opernwerkstatt«, via Internet weltweit verbreitet. Diese Ausschreibung stieß auf ein überwältigendes Echo, wie Stefan Ottersbach am Freitag im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung freudig resümierte.

Anfragen kamen aus Mittelamerika, den USA, dem europäischen Ausland und natürlich aus Deutschland. 60 der insgesamt 160 Bewerber sind nun zum Vorsingen eingeladen – das »Casting« der internationalen Gruppe findet am Donnerstag, dem 30. März, im Schloss Laubach unter den strengen Augen und Ohren der Jury statt. Neun Stunden sind für dieses Prozedere anberaumt. Gesucht werden fünf Solisten (zwei Sängerinnen, drei Sänger) und ein Schauspieler für die tragenden Rollen in der Mozart-Oper »Die Entführung aus dem Serail«. Wer das Rennen gemacht hat, das wird einen Tag später (Sa., 31. März) in der Herrenscheune bekannt gegeben. Sämtliche Bewerber, die nun zum Vorsingen eingeladen sind, haben ein Studium absolviert und verfügen über reichlich praktische Bühnenerfahrung. Die Vorstellung der jungen Talente ist eingebunden in ein abendfüllendes Duett-Programm mit den späteren Dozentinnen der eigentlichen »Opernwerkstatt«.

Unter dem Motto »Von Mozart über Rossini bis Verdi« (Beginn 19 Uhr) wird das Publikum in die Welt der Klassik entführt. Mit Sybille Plocher (hauptamtliche Dozentin für Gesang an der Folkwang-Universität der Künste in Essen) und Gabriela Tasnadi (Dozentin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen) führen zwei erfahrene Ausbilderinnen durch den Abend. Sie werden am Piano begleitet von Ilona Sándor. Im Anschluss an den Liederabend lädt der Graf zum Sektempfang mit den Künstlern ein.

Eintrittskarten für diese Veranstaltung kosten 25 Euro und können ab sofort in Laubach (Tourismusbüro, Rentkammer im Schloss, Reisebüro Solms-Reisen) sowie per E-Mail unter info@oper-laubach.com und unter Tel. 06405/921321 geordert werden.

Die »heiße Phase« der »Opernwerkstatt« beginnt Anfang Juli. Für die jungen Künstler wird dann das Schloss Laubach und dem Vernehmen nach das Hotel »Bunter Hund« für rund vier Wochen zur Wahlheimat.

Aufführung vor imposanter Kulisse

Zusammen mit den Frankfurter Sinfonikern soll »Die Entführung aus dem Serail« insgesamt dreimal vor der imposanten Kulisse der Klosterruine Arnsburg aufgeführt werden (am 28. Juli als geschlossene Veranstaltung) – ein Vorhaben, das auch eine gewaltige logistische Aufgabe darstellt. Für Ottersbach und »sein« Orchester ist das eine neue Herausforderung.

»Das wird eine komplette Opernproduktion mit allem ›Drum und Dran‹«, freut sich der Dirigent. Neben dem Open-Air-Konzert »Classic meets Pop« am Sonntag, 9. September, im Privatgarten von Schloss Laubach werden die Frankfurter Musiker ein weiteres Mal am Freitag, 30. November, in Laubach erwartet: Dann gestalten sie ein vorweihnachtliches Konzert in der Herrenscheune.

Unterstützung ist gern gesehen

Im kulturellen Bereich ist es nicht einfach, sich zu etablieren. Besonders der künstlerische Nachwuchs hat es schwer, denn öffentliche Mittel für die Talentförderung sind knapp. Finanziert werden die Veranstaltungen der »Oper Schloss Laubach« im Wesentlichen durch Eintrittsgelder und durch den Förderverein. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, begabte junge Sängerinnen und Sänger aus dem In- und Ausland zu fördern.

»Ein gesellschaftliches Engagement, das sich auszahlt – wie die Erfolge unserer Studenten eindrucksvoll unterstreichen«, heißt es in der jüngsten Veröffentlichung des Vereins. Weitere Unterstützung sprich neue Mitglieder und somit Förderer sind willkommen. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits in zwei Wochen. Ergänzende Informationen sind abrufbar unter www.oper-laubach.com.

(ik)

 

Artikel der Gießener Allgemeinen vom 17.03.2012 | PDF

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